In der Schwebe

Schwebend
Da ist so eine Ahnung
Ahnend
Wir zögern nur ganz sachte
Zögernd
Erkunden wir den Raum
Suchend
Ertrinken wir im Traum

Wir trinken
Von den Reben des Vergessens
Erinnern
Wir das Träumen von gestern
Gestern
Waren meine Haare grau
Morgen
Laufe ich durch jungen Tau

Das Leben
Es scrollt mich durch Jahrzehnte
Zehntel Mauern, an die ich mich lehnte
Lehnend, schwebend, so Manches zieht vorbei
Herbei sehnend
Das Farbeneinerlei

Es ist spät.
Du bist jung geworden.
Zu müde,
um alt zu bleiben

Wir schweben
Ohne eine Ahnung
Nichts ahnend
Fallen wir nur sachte
Und weben

Den Teppich
In der Schwebe

ML, August 2021