Manches Mal

Manches
Mal
Muss
Man

Nicht sehen können
was sich dort in der
Finsternis
verbirgt

um diese
magnetische Macht
zu spüren

und sich von ihr
tragen ZuLassen
sie zu erTragen
sich mit ihr zu verTragen
oder einen Kampf ausZuTragen

denn
Manches
Mal
verMag

ein Funke

die Gesinnung zu ändern

ML

EXTREMST zu Halloween

Pünktlich zu Halloween eröffnet der Oberhausener Künstler Frank Gebauer seine neue Ausstellung EXTREMST in der Galerie KIR in Oberhausen.

Von mir gibt es dazu ein spezielles musikalisches Set!
Es wird spannend, seid gerne dabei.
(3G)

In der Schwebe

Schwebend
Da ist so eine Ahnung
Ahnend
Wir zögern nur ganz sachte
Zögernd
Erkunden wir den Raum
Suchend
Ertrinken wir im Traum

Wir trinken
Von den Reben des Vergessens
Erinnern
Wir das Träumen von gestern
Gestern
Waren meine Haare grau
Morgen
Laufe ich durch jungen Tau

Das Leben
Es scrollt mich durch Jahrzehnte
Zehntel Mauern, an die ich mich lehnte
Lehnend, schwebend, so Manches zieht vorbei
Herbei sehnend
Das Farbeneinerlei

Es ist spät.
Du bist jung geworden.
Zu müde,
um alt zu bleiben

Wir schweben
Ohne eine Ahnung
Nichts ahnend
Fallen wir nur sachte
Und weben

Den Teppich
In der Schwebe

ML, August 2021

Türrahmen

Ich seh Dich im Türrahmen
Sprichst von Dingen ohne Namen
Erwartest Menschen, die nie kamen
Du bist fort, weit fort

Du verweilst im Türrahmen
In verstaubten Bildern kramend
Spekulierst in alte Dramen
Wo ist der Ort? Wo ist der Ort?

Sie wartet schon seid zähen Zeiten
Wartet täglich stumme Stunden
Wonnig wartend, lustvoll streiten
Sich die Tage und Sekunden

Ihr Wort genormt, nach außen stur
Der Geist ruft tief ins innere Licht
Verwirrte Welt begreift doch nur
Ihr Sein, ihr Mein, ihr Wandeln nicht

Und Du sitzt im Türrahmen
Lebst von Geschichten ohne Namen
Feierst Menschen, die nie kamen
Du bist fort, weit fort

Du lebst dort im Türrahmen
In verstaubten Herzen kramend
Erneuerst Du die alten Dramen
Wo ist der Ort? Wo ist der Ort?

Sie tastet sich töricht nach taufrischem Trug
Belebt ihre Bilder in blau und orange
Im Rahmen es flüstert „es ist doch genug“
Sie zieht ziellos weiter, sucht bittre Revanche

Hinter mir ein Türrahmen
Ich seh Gesichter, nenne Namen
Umarme Menschen, ihre Dramen
Ich bin hier, nur hier

ML Juli 2021